Beantown!

Vor 2 Tagen dachte ich noch, dass mich alles überhaupt nicht berührt. Je mehr ich jedoch über das abscheuliche Attentat in Boston lese, merke ich, wie es auch ein kleines Loch in mein eigenes Herz gerissen hat. Ich habe 2005 für ein knappes Jahr in Boston gelebt. Ich konnte damals, naiv wie ich war, kaum nachvollziehen, weshalb meinem Chef die Anschläge vom 7/7/2005 in London (wo er in seinen jungen Jahren gelebt hatte) so nahe gingen, aber seine Worte, die er damals an den britischen Konsul in Boston schrieb, sind mir dieser Tage wieder gut im Ohr: „I express my sympathy to the people of London, the City I once used to call home.“.

Am meisten geschockt hat mich wohl die Tatsache, dass ich vor 8 Jahren mit Philipp und Henrike ungefähr zur gleichen Zeit (wir hatten uns unter fadenscheinigen Gründen aus dem Büro gestohlen, da in Boston ohnehin Feiertag, feinstes Sommerwetter und überhaupt Marathon waren) nur 150 m entfernt von der zweiten Detonationsstelle auf der anderen Strassenseite standen – dank Google lokalisiert. Natürlich ist das eigentlich banal, da 8 Jahre früher geschehen. Und doch fühle ich mich selbst ein bisschen verwundet.

Da aber als erste Trauerreaktion ein weiterer Lauf stattfand, ist mir schon klar, dass Boston diesen Schlag genauso meistern wird, wie es seine ganze Geschichte gemeistert hat: Nase in den Wind und weiter! Uns kann keiner!

Stand tall, Boston!

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