Brezovica – Prizren – Rahovec

So, gab ja lange keine Fotos mehr hier. Aber im Heimaturlaub gab’s ne neue Kamera und jetzt kanns weitergehen.

Heute war ja eigentlich mal wieder so ein Tag, wo in Kosovo alles, was eine Uniform hat, in Bereitschaft stand, weil der neue Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche in Peja Inthronisiert wurde. Und nach den gewaltsamen Zwischenfällen vor 3 Wochen anlässlich der Halbfinal-Niederlage Serbiens bei der Basketball-WM kann man ja nie wissen… Scheint aber alles weitestgehend ruhig verlaufen zu sein.

Deshalb jetzt mal die Fotos vom letzten Ausflug:

Zunächst gings nach Brezovica, eine serbische Enklave im Süden Kosovos, im Winter ein großes Skisportzentrum. Ich hab mir aber sagen lassen, mit eher anspruchsvollen Pisten. Ohne Schnee allerdings nur schwer vorstellbar.

Nächster Stopp, zum Mittagessen, im Hotel Sharri. Das Essen war zwar eher mittelmäßig, dafür ist die Aussicht atemberaubend, hinter den Bergen (bis zu 2500m hoch) befindet sich auch schon Mazedonien.
In der Rückschau hab ich allerdings festgestellt, dass ich vor lauter Ausblick das Fotografieren vergessen habe. Ihr müsst mir also einfach glauben.

Nächster Programmpunkt: Kultur. Es sollte eine umfangreiche Stadtführung in Prizren geben, aber weil wir irgendwie schlecht in der Zeit lagen, gabs nur eine Führung durch das Haus der Liga von Prizren, also quasi dem Ort, wo vor über 100 Jahren der albanische Nationalgedanke geboren wurde. Dort war’s sehr interessant, aber natürlich auch ideologisch aufgeladen. Nur leider hatten wir eben zu wenig Zeit, weil der nächste und letzte Programmpunkt anstand:

Die Besichtigung der Stone Castle Kellerei in Rahovec. Natürlich auch mit Verkostung am Ende. Die Weine sind erstaunlich gut, allerdings meiner Meinung nach auch keine Spitzenklasse. Aber lecker eben. Und Stone Castle stellt auch meinen Lieblings-Raki her. (Kurzer Exkurs: der albanische „Raki“ darf nicht mit dem türkischen Anisschnaps gleichen Namens verwechselt werden. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen im ehem. Jugoslawien sehr verbreiteten Obstbrand, in Kosovo hauptsächlich aus Trauben gewonnen. Die kroatische Pflaumen-Variante „Slivovicz“ ist vielleicht am bekanntesten). Am aller-allerfeinsten hat aber der 24 Jahre alte Raki geschmeckt, den wir dort vor Ort probieren durften. Da es dort im Fabrikverkauf noch ein paar Stone-Castle-Weine gab, die ich bisher noch nicht im Laden gesehen habe, hab ich mir natürlich auch den Rucksack mit Flaschen vollgepackt. Freu mich schon auf „Vranac Premium“ und „Rheinriesling“. Nach Vollzug werde ich berichten.

Nach einer ziemlich rumpeligen Fahrt sind wir dann abends alle glücklich und zufrieden zuhause in Prishtina angekommen.

(Wer übrigens in Berlin mal Lust auf guten Wein mit kompetenter Beratung hat, dem sei die Weinhandlung Sonnenreich am Arnimplatz ans Herz gelegt – ich konnte grad im Urlaub wieder mal feststellen, wie herrlich entspannt man dort doch die Dinge angeht. Stone Castle gibts da allerdings nicht.)

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