Gebietstausch

So, als kleines Update zum letzten Post: Wie die serbische Zeitung Blic berichtet, will Serbien demnächst einen Gebietstausch anbieten: Den serbisch bewohnten Norden Kosovos gegen das hauptsächlich albanisch bevölkerte Presevo-Tal im Süden Serbiens, an der Grenze zu Kosovo und Mazedonien. (Zuletzt war dies noch heftigst dementiert worden.)

Diese Initiative beinhalte auch, dass die mittelalterlichen serbischen Klöster im Kosovo unter international kontrollierte Verwaltung der Serbisch-Orthodoxen Kirche gestellt werden. Als Gegenleistung will Serbien Kosovo die bisher verweigerte Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen ermöglichen. (via) [Obwohl natürlich nicht Serbien alleine über den UN-Sitz zu entscheiden hat, man müsste unter anderem auch noch mit Russland und China sprechen.]

Mit diesem Vorschlag will Serbiens Präsident Boris Tadic offenbar nach Verkündung des IGH-Gerichtsurteils zur Unabhängigkeit Kosovos anfangen, bei EU, Nato und UN lobbyieren. Demgegenüber lehnte der Regierungschef des Kosovos, Hashim Thaci, jede neue Verhandlung über den staatsrechtlichen Status ab: „Das Thema ist ein für alle Mal abgeschlossen“, zitierten ihn die Zeitungen in Pristina. (via) Und das ist vermutlich das Schlauste, was er machen kann. Jetzt schon wieder an den Grenzen rumzudoktorn wäre bestimmt keine gute Idee für das staatssouveräne Selbstbewusstsein Kosovos. Aber Serbien steht natürlich geschickt als kompromissbereiter Verhandler da.

Man müsste dann auch die Flagge neu designen, und das geht ja wohl wirklich zu weit… ;-):

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