Swasiland ist dabei!

Seit Montag sind es 66.
66 Länder haben Kosovo seit der Unabhängigkeitserklärung am 17.02.2008 als unabhängigen Staat anerkannt, zuletzt Swasiland. Wenn man aber mal ehrlich ist, sind seit über einem Jahr auch keine politischen Schwergewichte mehr dabei gewesen, aber getreu der Devise „Kleinvieh macht auch Mist“ wird auf der offiziellen Anerkennungsseite jeder Staat verzeichnet, der die Anerkennung ausspricht, seit Januar 2009 sind dort z.B. Panama, Malediven, Palau, Gambia, Saudi-Arabien, Komoren, Bahrain, Jordanien, Dom.Rep., Neuseeland, Malawi, Mauretanien und eben auch Swasiland als Neuzugänge zu verzeichnen.

Deutschland war übrigens nur wenige Tage nach der Unabhängigkeitserklärung am Start (wie auch USA, Frankreich und Großbritannien), am schnellsten war Costa Rica (sic!).

Auf längere Sicht ist wohl nicht damit zu rechnen, dass Serbien, oder Russland, China, Indien, Pakistan Marokko die Unabhängigkeit anerkennen werden, nach dem alten Motto „Da könnte ja jeder kommen“, sie haben eben alle noch ihre abtrünnigen Provinzen/Völker am Start. Aber aus den gleichen Gründen ist auch innerhalb der EU das Bild gespalten: nur 22 von 27 EU-Staaten haben Kosovo anerkannt, nicht dabei sind: Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei.

Es mag sein, dass manch ein Staat den Spruch des Internationalen Gerichtshofs IGH abwartet, wahrscheinlicher ist, dass die meisten diesen nur als das ansehen werden, was er letzten Endes ist: Ein weiteres Rechtsgutachten ohne völkerrechtliche Verbindlichkeit.

Anregung, diesen Artikel zu posten war übrigens dieser nette Economist-Artikel: Defining what makes a country. Demnach kennt z.B. Hotmail 242 Herkunftsländer für neue User, die UN haben 192 Mitgliedsländer In Facebook kann man lange suchen. Kosovo darf nicht beim Eurovision Song Contest antreten, aber Schottland hat eine eigene Fussballnationalmannschaft. Das verstehe wer will. Ich nehme an, ich bin nicht Völkerrechtler genug dafür.

Dann also mal schauen, wer Nummer 67 wird…

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Wochenende in Sarajevo

Eins muss mal festgehalten werden: Hier in Prishtina ist ja jetzt mit Macht der Frühling ausgebrochen (es wurde berichtet). Umso weniger erscheint mir vorstellbar, dass mein wunderbarer Wochenendtrip nach Sarajevo gerade mal 4 Wochen her ist, da war nämlich noch alles verschneit. Nichtsdestotrotz möchte ich noch ein paar Bilder teilen, die ein bisschen das Gefühl vom „verschneiten Frühling“ in und um Sarajevo vermitteln.

Danke an alle, die an dem Wochenende beteiligt waren, es war großartig.
Besonderer Dank natürlich an Matthias!

Schlagloch der Woche

Eigentlich ist es müßig, über Schlaglöcher in Prishtina zu schreiben, denn die meisten Straßen bestehen ja fast nur aus solchen, manchmal sind sie sogar so angeordet, dass man Ihnen ausweichen kann, dann allerdings nicht, ohne größere Verkehrsrisiken einzugehen. Dieses Schlagloch hier hat aber doch irgendwie meine Aufmerksamkeit errregt: Es befindet sich auf Dragodan, die Straße geht dort ordentlich bergab und der Ort des Geschehen befindet sich direkt hinter einer Kurve, zudem ist es exquisit mittig auf der Strasse gelegen. No risk, no fun eben. Das Loch ist übrigens breiter als der Radstand eines Durchschnitts-PKW und wie weit es darunter in den Abgrund der Hölle geht, weiß vermutlich nur der Wahrhaftige. Es ist quasi ein Gesamtkunstwerk:


Und eigentlich muss man sagen, dass es sich nicht um das Schlagloch der Woche handelt, sondern um das Schlagloch der letzten 5 Wochen, ich habe es zuerst Ende Februar gesichtet.

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