Berlusconi will nur schöne Albanerinnen

Diese Meldung ist zwar nunmehr eine woche alt, ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich sie erst gestern bei balkantravellers und Balkan Insight entdeckt habe und mir prompt das Frühstück aus dem Gesicht fiel.

Was ist passiert?

Der italienische Medienmogul politische Großunternehmer Diktator 73-jährige Playboy Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat bei seinem Besuch in Albanien verkündet, er hätte gerne weniger illegale Einwanderer aus Albanien im Land.

So weit so gut, so fruchtlos. Eine Einschränkung machte er: „Hübsche albanische Frauen“ seien ihm stets im Land willkommen. Diese Äusserung ist natürlich besondes abstoßend vor dem Hintergrund, dass schon Tausende von Albanern (und Albanerinnen) von skrupellosen Menschenhändlern nach Italien geschleust wurden, wo gerade die „hübschen Albanerinnen“ in der Regel direkt in der Zwangsprostitution landen.
Auch die Brücke der albanischen Regierungserklärung, dass die Unterbindung von Schleusungen auch und gerade zum Schutz der albanischen Bevölkerung geschehe, beschritt Herr B. aus R. leider nicht.

Man muss sich wieder einmal fragen, wie es solch ein Volldepp Politiker ohne jegliches Fingerspitzengefühl schafft, einen Staat mitten in Europa zu führen, ohne jede Woche einen neuen Krieg vom Zaun zu brechen.

Mann mann mann….

Bulletproof Monks?

Es gibt eine kleine Meldung aus der Gegend, die mich heute aufhorchen ließ:

Zunächst mal der Link zum Artikel in der taz, wegen der Fakten.

Es ist natürlich schade, dass gerade in einem Zeitpunkt, wo die internationalen Sicherheitskräfte planen, bestimmte Orte von nationaler Bedeutung wie zB Gazimestan wieder in die Obhut der kosovarischen Polizei zu geben, es zu einem so heftigen Zwischenfall kommt. Andererseits ist es nicht so schlimm wie ich zunächst dachte, denn es handelte sich nicht um ethnische Reibereien zwischen Albanern und Serben. Dieser Zwischenfall in der serbischen Enklave Gracanica spielt sich nur innerhalb der serbisch-orthodoxen Kirche ab, der Erzbischof des Kosovo, Artemije (75), hatte sich aus Protest gegen seine Absetzung wegen finanziell zwielichtiger Geschäfte in eine Zelle im Kloster Gracanica eingeschlossen und um Hilfe gerufen.

Was mich aber aufhorchen liess, ist die Schilderung, die ich heute aus gewohnt gut informierter Quelle vernahm, dass es daraufhin vor dem Kloster eine Schlägerei mit ca. 150 Mönchen gab, die über 2 Stunden gedauert habe. Das ganze sei aber weitestgehend friedvoll verlaufen.

Seitdem krieg ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, weil ich den ganzen Tag an „Keiner haut wie Don Camillo“ denke… Noch jemand meiner Meinung?

Man darf im Übrigen gespannt bleiben, was so während der Amtseinführung des neuen Patriarchen in der kommenden Woche passiert…

Früher = alles besser?

So, Winterschlaf vorbei. Jetzt gibts mal wieder was zu lesen:

Auch wenn dieser Artikel natürlich Position bezieht, ist er aufrgrund eines recht weiten Blickwinkels gut zu lesen. Und objektive Bücher/Texte gibt es zu diesem jungen Thema sowieso nicht. Ich habe zumindest beschlossen, dieses Wochenende zunächst mit Recherchen über Tito und dem Lesen der letzten SWP-Studie zum Thema zu verbringen.

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